[Rezension] Die Hure und der treue Mörder




Inhalt

Silas kommt trotz des vermeintlichen Mordes an seinem eigenen Vater aus dem Gefängnis frei. Er mietet sich ein Zimmer über einem Yorker Pub. Silas nutzt die Furcht der Bürger aus, verschafft sich Respekt und fasst recht schnell wieder Fuß in der Stadt.
So freundet er sich mit der Prostituierten Claire an. Erst als auffliegt, dass sie ihn lediglich benutzt, um ihre Schulden zu begleichen, wird Silas Geheimnis gelüftet und er zeigt sein wahres Gesicht…

Triggerwarnung für Buch & Besprechung



Meinung: 

Ich mag Novellen. Kurze Romane sind immer eine gute Gelengeheit für Autoren uns zu zeigen was sie können und uns hungrig auf mehr zu machen. Nach "Die Hure und der treue Mörder" hab ich zwar keine große Lust mehr auf weitere Geschichten von Sam Thomas, aber das hat ja auch was gutes. So musste ich mich nicht durch hunderte Seiten quälen, um das herauszufinden, sondern habe nur eine halbe Stunde meines Lebens geopfert. 

Der Plot ist so schnell erzählt, dass ich hier einfach eine fette Spoilerwarnung gebe. Wobei, wenn ich Plot sage, dann ist das eigentlich schon zu viel der Ehre, denn ich weiß um ehrlich zu sein nicht, was Sam Thomas mit dieser Novelle ausdrücken wollte.  

Die Hure und der treuer Mörder ist einfach nur eine belanglose Aneinanderreihung von Gewalt und alle Konflikte werden einfach mit noch mehr Gewalt gelöst und am Ende verdient unser Protagonist seinen Lebensunterhalt mit ... oh Wunder, Gewalt. 

Ich habe nicht wirklich verstanden, warum der Autor uns mit diesem Kurzroman beglückt hat. Silas kommt aus dem Gefängnis frei und die ganze Stadt hält ihn für einen eiskalten Killer. Er kommt in einer Kneipe unter. Dort trifft er Claire, von der er nix will, außer mit ihr reden (sic.) und dann geht das mit der Gewalt los. Ein Typ kommt rein und macht Stress, aber Silas, der jetzt wohl YOLO als Lebensmotto entdeckt hat, verprügelt ihn. Aber dann wird Claire verprügelt, was dazu führt dass Silas verprügelt wird. Und das alles ist einfach nur ... langweilig. 

Die Moral von der Geschichte soll wohl "ist der Ruf erst ruiniert, lebt (mordet) sich völlig ungeniert" sein, aber ich kann nicht wirklich was aus der Geschichte mitnehmen, weil sie zu kurz ist und eingetlich nur eine aneinanderreihung von Prügeleien. 

Ich wüsste nicht, wem ich diesen sehr kurzen Kurzroman empfehlen sollte. Vielleicht Menschen die gern sehr kurze Texte über heftige Schlägereien lesen. Der Verlag sagt, es wäre etwas für die Leser*innen von Iny Lorentz und Sabine Martin, wenn ihr euch dabei angesprochen fühlt ... go go go!

Bibliographische Angaben. 

Die Hure und der treue Mörder * Sam Thomas * 35 S. * Bastei Lübbe *
978-3-7325-0790-0

1 Kommentar

Moni2506 hat gesagt…

Hey Nadine,

Ich habe selten so gelacht bei einer Rezension. Da hast du ja ein Buch mit einem ganz spannenden Plot gefunden. Sabine Martin kenne ich nicht. Iny Lorentz kann ich mir wegen der Nähe zum Titel ganz gut erklären.
Danke für diese unterhaltsame Rezension zu diesem Kurzroman. Ich werde mir das Lesen dann jetzt sparen. ;)

LG, Moni